Zum Thema “Glück” ist schon sehr vieles und von sehr vielen geschrieben worden. Populärwissenschaftliche Bücher, wissenschaftliche Studien oder einfach nur persönliche Berichte.
Auch mich beschäftigt das Thema. Ich habe immer für mich überlegt, was das ist, Glück? Es hat lange gedauert, ich denke, ein halbes Leben lang, zumindest für mich, und nur für mich kann ich sprechen und es in Worte fassen können, aber ich habe die folgenden Worte für mich dafür gefunden.
Für mich ist Glück der subjektive Zustand inneren Wohlbefindens.
Es ist zuerst ein subjektiver Zustand, etwas, das nur für mich allein gültig ist. Und es ist Wohlbefinden. Ich befinde mich wohl. Ich habe ein wohliges Gefühl. Es ist emotional, nicht intellektuell, es ist seelisch, wirkt aber auch zurück auf Geist und auf den Körper. Es sind die Umstände, die mich zu diesem Zustand inneren Wohlbefindens geführt haben und meine Einstellung zu diesen Umständen.
Die Umstände können sich verändern und es gibt viele Konstellationen, die mich in diesen Zustand inneren Wohlbefindens versetzen. Und darüber bin ich froh. Ich kann dadurch immer wieder versuchen, neue Wohlfühlzustände zu schaffen. Es mag nicht immer gelingen, und es ist wohl auch immer mal wieder ein Irrtum dabei, aber mein Repertoire an Situationen, in denen ich mich wohl fühle, wird sich erweitern.
Und es gibt auch Konstellationen, die bei Anderen ein Unwohlsein auslösen, die bei mir aber ein Wohlbefinden auslösen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es meine Einstellungen gegenüber den Umständen sind, die diese Gefühle auslösen. Diese Einstellungen sind veränderbar.
Es kann auch sein, dass ich Umstände, Dinge, Prozesse, die passieren und die andere für Glück oder glücklich machend einschätzen, als nervig, belastend oder langweilig finde. So teile ich nicht die Ansicht, dass geteiltes Glück doppeltes Glück ist. Das Glas Wein schmeckt nicht besser oder der Sonnenuntergang ist nicht schöner, nur weil jemand neben mir sitzt.
Ja, von meiner Natur her bin ich ein Individualist, ein Einzelgänger, aber ich bin glücklich damit. Ich fühle mich wohl dabei. Viele finden ihr Wohlbefinden beim Zusammensein mit anderen Menschen, ich finde mein Wohlbefinden im Sein mit mir.
Wie gesagt, es ist rein subjektiv, für andere Menschen mag eine andere Beschreibung treffend sein, ich habe dies für mich gefunden.